Gedenken an John Cage
Zum Gedenken an John Cage spielt das Münchner Kammerorchester seine Kompositionen.
John Cage, der dieses Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, revolutionierte zu seinen Lebzeiten die klassische Musik. Der Amerikaner und seine Kompositionen prallten damals in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Europa auf ihre Gegensätze. In Europa folgte man damals dem so genannten Konstruktivismus, der den Komponisten nur wenig Freiheit in ihrem Schaffen ließ. Es etablierte sich ein regelrechtes System zur Erstellung neuer Stücke, eine Art mathematische Musik. John Cage hingegen baute eine Brücke zwischen klassischen Kompositionen und humorvoller Lockerheit und durchbrach dadurch die engen Grenzen in der Welt der damaligen Klassik.
John Cage und die musikalische Freiheit
Würfeln und das Werfen von Münzen sollen über die Tonfolge einer Komposition entscheiden? Genau dieser so abstrus scheinende Aspekt spielt die große Rolle bei den Stücken von John Cage. Seine Musik setzt sich aus Zufällen zusammen, sie befreit sich von allen Strukturen. Auch darüber hinaus war der Komponist immer offen für Neues. Das legendäre Stück 4'33, welches nur aus der Anweisung „tacet“, also „stumm“ besteht, fordert das Publikum zur Interaktion auf. Nicht nur die komponierte Musik steht hier im Mittelpunkt, es wird vor allem die Umgebung mit einbezogen. Nur die Zeiträume für ihre Aktionen sind den Musikern wiederum beim sogenannten Happening bekannt. Wie sie die Zeit füllen, überlässt der Komponist vollkommen ihnen. John Cages Werke inspirieren durch ihren originellen und freiheitlichen Charakter.

John Cages Künstlerporträt hat viel zu bieten
Das Münchner Kammerorchester präsentiert John Cages „Konzert für Klavier und Orchester“ aus dem Jahre 1957. Matan Porat übernimmt dabei die Rolle des Pianisten. Zusammen mit dem Orchester interpretiert der junge Israeli Stücke wie „Twenty- Three“, „Ryoanji“ oder „String Quartett in Four Parts“. Aber nicht nur akustisch, auch visuell ist am Samstag, den 01. Dezember 2012 in der Pinakothek der Moderne etwas geboten. Parallel zum Konzert gestattet die Publikation von John Cages Werkverzeichnis einen Einblick in ein weiteres künstlerisches Gebiet des Komponisten. Den ganzen Abend lang ist ein Raum mit seinen „Ryoanji“- Zeichnungen geöffnet.
Karten: Tickets gibt es unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 089/46136430 (ohne Vorverkaufsgebühr)
Adresse: Münchener Kammerorchester, Oskar-von-Miller Ring 1, 80333 München
Das Münchener Kammerorchester im Internet: http://www.m-k-o.de/kontakt.html


