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    Auf Schneeschuhen unterwegs

    Auf Schneeschuhen unterwegs

    Wanderleiterin Gudrun Queitsch über die Geheimnisse des Schneeschuhwanderns.

     

    Onesprime.de: Frau Queitsch, was ist der Reiz des Schneeschuhwanderns?
    Gudrun Queitsch: Jeder, der wandern kann, kann auch mit Schneeschuhen wandern. Hier kann ich mir die Winterlandschaft erschließen, Bereiche entdecken, die ich ohne Schneeschuhe nicht zu Gesicht bekommen hätte, und auch zur Ruhe kommen. Der Schnee dämpft die Geräusche, es ist ein ganz ruhiges, stetig knirschendes Gehen. Da Wegmarkierungen meistens fehlen, muss ich genau auf die Gegend achten. Auch mit Kindern etwa ab zehn Jahren ist das ein wunderbarer Sport, man kann Spuren lesen, mit der Schaufel ein Iglu bauen und durch den Pulverschnee runterzulaufen, macht einfach Spaß.

     

    Onesprime.de: Was kennzeichnet denn gute Schneeschuhe?
    Gudrun Queitsch: Sie sollten sie mit einem mittelfesten Bergschuh oder einem festen Winterwanderschuh probieren. Bei zu weichen Schuhen können die Riemen drücken und man bekommt schnell kalte Füße. Achten Sie auf gute Frontzacken, denn wenn die Schneeoberfläche einmal hart ist, ist es gut, wenn man Halt mit den Krallen hat. Wollen Sie in die Berge, so ist eine Steighilfe unter der Ferse praktisch. In steilem Gelände wird dadurch die Wade entlastet. Gute Schneeschuhe kosten etwa ab 120, aber die hat man auch ein Leben lang.

     

    Onesprime.de: Was muss noch mit? Eine Schaufel offensichtlich…
    Gudrun Queitsch: Sobald man im alpinen Gelände unterwegs ist, besteht Lawinengefahr. Wer null Lawinengefahr haben möchte, der muss an der Isar oder im Tölzer Kurpark wandern. Viele Sektionen des DAV bieten Kurse zum Umgang mit dem LVS Gerät – dem Lawinen-Verschütteten-Suchgerät – an. Und oft ist so ein Kurs Zugangsvoraussetzung, um bei einer DAV Schneeschuhtour dabei sein zu können. Wer mit mir unterwegs ist, hat das Gerät, eine Schaufel und eine Sonde mit dabei.

     

    Onesprime.de: Braucht man sonst noch etwas?
    Gudrun Queitsch: Gamaschen halten die Füße trocken. Unbedingt welche nehmen, die unten einen Riemen, einen sogenannten Sohlensteg haben.  Das verhindert das Hochrutschen. Die Trekkingstöcke brauchen unbedingt große Winterteller, sonst sinkt man bis zum Griff ein oder bis zum Boden, und dann wird’s wirklich Sport. Es gibt Stöcke, die einen langen Griff aus Schaummaterial haben. Das muss nicht sein, aber wenn ich die Stöcke mal weiter unten nehmen muss, bekomm ich so keine kalten Hände. Eine Thermojacke ist wichtig. Beim Schneeschuhwandern sind die Pausen nur kurz, weil man schnell auskühlt.

     

    Onesprime.de: Wo finde ich als Einsteiger im Münchner Umland schöne Touren?
    Gudrun Queitsch: Nicht vergessen: Zuerst immer den Lawinenlagebericht auf der Seite des Deutschen Alpenvereins konsultieren und ab Stufe 4 gleich gar nicht gehen! Wunderschöne Touren führen auf den Spitzstein von Sachrang aus, auf die Hochplatte bei Achensee (wenn Sie hier auf den Gipfel wollen, müssen Sie unbedingt für den oberen Bereich die Lawinenverhältnisse klären), auf den Schönberg bei Fleck, auf die Lenggrieser Hütte durch das Hirschbachtal, auf den Zwiesel bei Bad Tölz.

     

    Onesprime.de: Sie bieten geführte Tagestouren und mehrtägige Wanderungen für Frauen an.
    Gudrun Queitsch: Auf Anfrage gehe ich auch mit gemischten Gruppen. Es macht Spaß mit Familien draußen zu sein und die Winterlandschaft zu erkunden.  Und auch wenn wir fünf Tage in den Dolomiten sind, merke ich, es dauert fünf Minuten, dann können die Teilnehmer mit den Schneeschuhen gut umgehen. Dann muss man nur noch zeigen, wie man in steilem Gelände aufsteigt und quert.

     

    Weitere Informationen:

    Der Deutsche Alpenverein bietet in der neuen kostenlosen Broschüre „Einfach Wandern“ neben Informationen rund ums Schneeschuh-Wandern auch fünf Schnuppertouren an, an denen auch Nicht-Mitglieder teilnehmen können. Die Broschüre liegt in den Alpenvereins-Servicestellen der Sektionen München & Oberland aus und kann online unter www.davplus.de/einfachwandern abgerufen werden. 

     

    Adresse: Alpinkreaktiv, Gudrun Queitsch, Lengenwies 2, 82547 Eurasburg

     

    Internetseite: www.alpinkreaktiv.de


    Interview: Barbara Link

     

    (Bild: Gudrun Queitsch)

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