Spaziergang durch das Lehel
Maximilian II. hat im Lehel vielerorts seine Spuren hinterlassen. Die Höhepunkte des Stadtviertels.
Max-Joseph-Platz
Los geht es am Max-Joseph-Platz (U-Bahn: Odeonsplatz) am Max-Joseph-Denkmal vor dem Nationaltheater. Das 1818 eröffnete Gebäude dient als Spielort der Bayerischen Staatsoper sowie des Bayerischen Staatsballetts. Der Eingangsbereich wird von korinthischen Säulen getragen und so erinnert es von außen an einen griechischen Tempel, während sich im Inneren die drittgrößte Opernbühne der Welt befindet. Ein Blick nach links und hier steht bereits die nächste Sehenswürdigkeit: das Residenztheater. Im Stile des Rokoko wurde es 1751 errichtet, im zweiten Weltkrieg jedoch fast komplett zerstört. Heute wird es vom Bayerischen Staatschauspiel bespielt.
Die Maximilianstraße
Weiter geht es auf Münchens elegantester Meile: der Maximilianstraße. Mit ihr wollte Maximilian II. der klassizistischen Prachtstraße seines Vaters, der Ludwigstraße, im Jahre 1853 einen weltlichen Boulevard entgegensetzen. Die Bauten der Maximilianstraße wurden im neugotischen, englischen Tudor-Stil gehalten. Von der Architektur lässt man sich auf der Maximilianstraße gerne ablenken: Zu viele Edelboutiquen locken mit ihren Schaufenstern. Auf der breiten Straße kann man sich nun wunderbar bis zum nächsten Höhepunkt treiben lassen: den Kammerspielen. Der im Jahr 1901 errichtete Jugendstilbau verfügt über drei Spielstätten.
Regierungssitz, das St. Anna-Kloster und Essen beim Italiener
Bevor es nun links in den Karl-Scharnagl-Ring geht, zieht an der Ecke der pompöse Regierungssitz von Oberbayern die Blicke auf sich. Links in die Christophstraße eingebogen, führt diese über die Liebigstraße zur Pfarrkirche Sankt Anna. Am 19. Mai 1727 legte Kurfürstin Marie Amalie den Grundstein zum Koster, das seitdem das Herz des Viertels ist.
Zeit für eine kleine Pause! Nach all dem Luxus, Glamour und Schickimicki kommt etwas Bodenständiges gerade recht: So zum Beispiel die bekannte Holzofen-Pizza, die mittags die Gäste ins salotto in die St.-Anna-Straße 11 lockt.
Maximilianbrücke und Maximilianeum
Die Thierschstraße führt zurück auf die Maximilianstraße, wo es nun die Maximilianbrücke zu überqueren gilt. Nun läuft man direkt auf den abschließenden Höhepunkt der Sehenswürdigkeiten zu – das Maximilianeum. Im Jahre 1857 von König Max II. erbaut, fungiert es seit 1876 als Eliteanstalt bayerischer Studenten. Seit 1949 dient es zudem als Sitz des Bayerischen Landtags.





