Winterwandern am Tegernsee

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Winterwandern am Tegernsee

Zauberhafte Aussichten: Gemütlich auf den Wallberg steigen und mit dem Schlitten runter brausen.

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Wer den Tegernsee in voller Länge und damit in seiner ganzen Schönheit bewundern möchte, der sollte am besten den Wallberg erklimmen, dessen wuchtiger Rücken das Tegernsee-Tal im Süden abschließt. Von dort oben schweift der Blick ungehindert bis ans Nordufer bei Gmund. Am bequemsten ginge dies natürlich mit der Seilbahn, deren Viererkabinen gerade mal 13 Minuten brauchen, um die Bergstation in 1622 Metern Höhe zu erreichen. Sportlicher und romantischer freilich wäre der Aufstieg zu Fuß, was besonders im Winter einen besonderen Reiz hat, wenn die dicke Schneedecke der rauen Berglandschaft weiche Konturen verleiht und man anschließend als Lohn für die Mühe mit dem Rodel ruckzuck zu Tal sausen kann. Schlitten gibt es an der Talstation der Bergbahn zu leihen.

 

Zwei Stunden lang durch den Bergwald

 

Dort beginnt auch der breite Fußweg, der sich mit mäßiger Steigung und in vielen Kurven durch den Bergwald emporschlängelt bis zum baumfreien Sattel zwischen den beiden Gipfeln von Setzberg und Wallberg, wo sich hinter einem kleinen Felsrücken das Wallberghaus, die erste Einkehrmöglichkeit, versteckt. Dank der vielen Winterwanderer ist der Weg steht gut gespurt und mit normalen Bergstiefeln begehbar. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich im Sportgeschäft ein paar Grödeln besorgen, die man sich als Rutschbremse unter die Schule schnallt.

 

Bis zum Sattel brauchen wir etwa zwei Stunden, aber von hier ist es nicht mehr weit zur Bergstation mit ihrem Panorama-Restaurant, vorbei am Wallbergkircherl, das weithin sichtbar auf einer Kuppe thront. Auf dem Weg dorthin öffnen sich bereits die reizvollsten Ausblicke zum Tegernsee hinunter und hier bereiten sich auch stets etliche Gleitschirmflieger auf ihre Starts vor. Den ganz großen Überblick bekommt man aber vom 100 Meter höher stehenden mächtigen Gipfelkreuz (1722 m) aus, das man von der Bergstation durch felsiges Gelände in 20 Minuten erreichen kann.

 

Beliebte und berüchtigte Skiabfahrt

 

Vor Jahrzehnten war der Wallberg ein beliebtes Skigebiet der Münchner. Im Sattel droben surrten einige Skilifte und die Könner stürzten sich die steile Abfahrt hinunter, meisterten irgendwie den wegen seiner Eisplatten berüchtigten Glaslhang mit der anschließenden Schussfahrt durchs „Kanonenrohr“ und erzählten hinterher von ihren Heldentaten. Heute sind die Lifte mangels Rentabilität längst verschwunden und der Wintersport besteht aus Rodeln und Wandern.

 

Übrigens: Der Wallberg und das Tiroler Kitzbühel haben etwas, besser gesagt jemanden, gemeinsam. Der legendäre Ski-Olympiasieger und Weltmeister Toni Sailer, genannt „der schwarze Blitz von Kitz“, hat Anno 1954 bei einem FIS-Rennen auf dieser Wallbergabfahrt den Streckenrekord aufgestellt. Seine Zeit von 2.22,7 Minuten wurde niemals unterboten.

 

Am Schluss Einkehr auf einen Glühwein

 

Ganz so schnell geht das Runterkommen heutzutage nicht mehr, wenn auch die Rodelbahn zu den anspruchsvolleren in Deutschland gehört. Sie beginnt am Wallbergsattel und führt so dicht an der Mooshütte vorbei, dass man dort leicht noch mal auf einen Glühwein einkehren kann. Wer keinen Schlitten dabei hat und den Abstieg scheut, kann bequem mit der Seilbahn ins Tal schweben und dabei noch einen Blick auf den Tegernsee werfen.

 

Dieter Appel

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