Das große One´s Prime Dirndl-ABC

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Das große One´s Prime Dirndl-ABC

Das große One´s Prime Dirndl-ABC

Von Anhänger über Ursprung bis Zöpfe – Wir verraten Ihnen alles rund um das Thema Dirndl

 

A wie Anhänger

Ein schönes Dekolleté ist im Grunde schon Schmuck genug. Betonen lässt sich der Ausschnitt mit kleinen Hinguckern in Herzerl- oder Brezelform, mit Edelweiß oder Blüten oder gar mit dem Antlitz von Bayernkönig Ludwig II. Wer es üppiger mag, der greift zum Trachtencollier.

 

B wie Bluse

Das besondere an einer Dirndlbluse ist ihr Schnitt, der nur bis unter die Brust reicht. Eine gut sitzende Bluse soll das „Holz vor der Hütten“, je nach Alter und persönlichem Wunsch, strahlend in Szene setzten oder dezent verpacken. Meistens ist die Bluse weiß, mit kleinen Puffärmeln. Immer mehr im Kommen sind aber auch Carmenblusen, die über die Schulter rutschen. Hier sollte allerdings der Blick im Spiegel besonders kritisch ausfallen. Gerne wird neuerdings auch ganz auf die Bluse verzichtet. Das mag zwar luftig sein, aber keinesfalls stilsicher!

 

C wie Charivari

Gesprochen: Schariwari. Was sich mitunter als echter Zungenbrecher für „Zuagroaste“ erweist, besitzt eine lange Tradition als Schmuck zur Tracht. Der Begriff Charivari geht auf das spätlateinische „Caribaria“ zurück, was soviel wie „Durcheinander“ bedeutet. Es wurde anfangs des 19. Jahrhunderts durch die Truppen Napoleons in Bayern verbreitet. Die individuell zusammengestellte und mit in Silber gefassten Münzen, Innungszeichen, Tierpfoten, Geweihenden, Mardergebissen und Wildschweinzähnen geschmückte Uhrenkette wurde ursprünglich nur zur Lederhose getragen und galt als Statussymbol. Heute darf ein filigranes Charivari auch als Hingucker am Schürzenbund zum Dirndl getragen werden.

 

D wie Dekolleté 

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 Das Dekolleté ist das Herzstück eines jeden Dirndls. Je voller und üppiger, umso besser. Das Motto lautet eindeutig: Herzeigen, was man hat. Dafür, dass sich alles in Bestform präsentiert, sorgt ein spezieller Dirndl-BH. Er füllt nicht nur auf, sondern pusht die Brust auch gekonnt nach oben. Die Tiefe des Dekolletés ist vor allem eine Frage des persönlichen Stils. Doch wo die Offenherzigkeit allzu übertrieben wird, da merkt selbst Mann schnell: Manchmal liegt der ultimative Reiz im Verborgenen.

 

E wie Echt

Das Dirndl unterliegt der Mode und hat sich speziell in den letzten Jahren des Dirndl-Booms stark gewandelt. Nicht selten heißt es da: Das ist ja gar kein echtes Dirndl. Doch echt kann sich im Grunde nur noch auf traditionell überlieferte regionale Trachten beziehen, wie z.B. die Miesbacher Tracht. Hierfür gibt es klare Regeln, was original ist und was nicht. Ansonsten gibt es kein echtes Dirndl, genauso wenig wie es ein falsches Dirndl gibt.

 

F wie Fesch

Mei, fesch! Diesen Ausruf dürften Dirndlträgerinnen sicherlich oft zu hören bekommen. Schließlich heißt fesch soviel wie hübsch, gut aussehend und attraktiv. Fesch halt! 

 

G wie GspusiDirndl4

Ein Gspusi (sprich Gschbusi) oder auf Hochdeutsch ein Techtelmechtel bietet sich im Dirndl besonders leicht an. Dem Gspusi wird allgemein eine Liebesbeziehung mit geringer Ernsthaftigkeit unterstellt. Doch ja, das trifft es ganz gut, was auf der Wiesn in München so alljährlich stattfindet. Und woran liegt es? An all den feschen Dirndln in Dirndln – ist doch klar.

 

H wie Hut

Zwar gehörte zur traditionellen Festtagstracht durchaus auch ein entsprechender Hut. Doch die haben mit den Exemplaren wenig zu tun, mit denen sich die Damen auf der Wiesn neuerdings gerne schmücken. Trotzdem setzen sich Hüte mit neckischem Federschmuck vor allem bei der Wiesn-Prominenz immer mehr durch.

 

J wie Jacke

Die klassische Jacke zum Dirndl ist ein gewalkter Janker. Gut geht auch ein schöne Strickjacke oder ein passendes Schultertuch.

 

K wie Kropfband

Ein Kropfband gehört traditionell zur bayerischen Tracht. Als einfache Variante besteht es aus einem 2 – 3 cm breiten Samtband. Es wird eng am Hals getragen und sollte – wie der Name schon sagt – den Kropf der Damen verbergen. Eine solche Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) war nämlich im jodarmen Bayern einst Gang und Gäbe. Heute betont es eher den zarten Schwanenhals seiner Trägerin.

 

L wie Länge

Auf die Länge kommt es an! Superkurze, sexy Dirndl mit hohen Schuhen sind ein absolutes No-Go. Schöne Beine zeigt eine Frau mit Stil im knieumspielenden Dirndl. Die aktuelle Trendlänge reicht bis zur Wadenmitte, traditionell reicht das Dirndl bis zu den Knöcheln. Es gibt also genau drei Längen: knieumspielend, Wadenmitte und Knöchellang – auf alles andere gilt es bitte zu verzichten!

 

M wie MiederiStock 000010524287Small

Ein echtes Dirndl-Mieder sitzt eng, macht eine schmale Taille und hebt die Vorzüge einer Frau im wahrsten Sinne empor. Bei hochwertigen Dirndln wird das Mieder von vielen kleinen Haken und Ösen zusammengehalten. Billigere Versionen nutzen dazu einen Reißverschluss. Der kann  aber nie so gut sitzen wie die kleinen Häkchen. Also besser den Haken daran suchen!

 

N wie Natürlichkeit

Seit das Dirndl seinen Siegeszug angetreten hat, will es vor allem eines vermitteln: eine gewisse Natürlichkeit und Ursprünglichkeit. Das Dirndl ist ein Dress-Code, der verbindet, zusammenführt. Es ist wie der Schlager, den jeder mitsingen kann. Es steht für Volkstümlichkeit und Nahbarkeit, für Schlichtheit und Unverfälschtheit. Es vereint Reich und Arm, weil jeder irgendwie gleich aussieht. Und so verschwimmen auf den Bierbänken zur Musik die Grenzen zwischen den Menschen. Man feiert und genießt gemeinsam unter dem bayerischen Motto: So jung kemma nimma zsamm! 

 

O wie Orte

Wer das Dirndl aus Überzeugung trägt, der braucht in München und Umgebung keinen besonderen Anlass. Für alle anderen gibt es davon mehr als genug. Da wären zum Beispiel die Nacht der Tracht in München, der Kocherlball im Englischen Garten, die Wald-und Seefeste rund um den Tegernsee, das Herbstfest in Rosenheim sowie die vielen anderen Volksfeste in der Umgebung, die Salzburger Festspiele, so manche Hochzeit und last but not least die Münchner Wiesn mit all ihren Vor- und Nachglüh- Veranstaltungen.

 

P wie Preußen 

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 Natürlich haben Bayern und Preußen längst Frieden miteinander geschlossen. Unser Autor Andreas Odenwald vermutet sogar eine echte Liebesbeziehung. Und so hat man sich zumindest auf dem Oktoberfest daran gewöhnt, dass aus einem waschechten Dirndl oder einer Hirschledernen nicht immer auch der Originalton erklingt. Und jeder weiß dank Gerhard Polt, dass das Wort „Toleranz“ vom lateinischen „tolerare“ abstammt, was soviel bedeutet wie „erdulden, aushalten, erleiden“. Zum Glück sind wir Bayern mittlerweile sehr tolerant, was das Thema Preußen in Tracht angeht.

 

Q wie Qual der Wahl

Nachdem mittlerweile beim Dirndlkauf erlaubt ist, was gefällt, sprießen auch immer mehr Trachtenläden, -outlets und -stadl aus dem Boden. Das macht die Qual der Wahl sicher nicht leichter. Die feinste Adresse in München zum Dirndlkauf ist sicher der Lodenfrey – hier gibt es selbst erlesene Designer-Dirndl. Mit am bekanntesten, ja fast schon erdrückend ist die Trachtenwelt der Firma Angermeier. Hier gibt es auch vieles, was es nicht geben sollte. Deutlich individueller und exklusiver sind Münchner Dirndl-Manufacturen wie z. B. Amsel Fashion, Julia Trentini oder Herzi Dirndl.

 

R wie Regional

 

 

 

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Beim alljährlichen großen Trachten- und Schützenumzug am ersten Wiesnsonntag lassen sie sich bestaunen: die regionalen bayerischen Trachten. Ein paar tausend Trachtler zeigen, wie Brauchtum in Bayern noch gepflegt wird.

 

S wie Schürze

Die Dirndl-Schürze sagt viel über die Trägerin aus. Speziell was ihren Stil und ihr Naturell betrifft. Denn die Schürze gibt dem Dirndl seinen Charakter. So wirken glänzende Brokatstoffe besonders edel und elegant, Baumwollschürzen mit Streublümchen eher brav und jungmädchenhaft, die bestickte Tüllvariante deutlich spritziger.  Selbst vor exzentrischen Ausgaben mit Federn macht eine Dirndlschürze heute nicht mehr halt.  Sie deuten stark auf eine gewisse Exzentrik der Trägerin hin. Zusätzliche Aussagekraft verleiht der Schürze die Stelle an der die Schleife getragen wird:

 

Vorderseite, Mitte: als Jungfrau vor dem Traualtar

Rückseite, Mitte: Witwe

Vorderseite, rechts: in festen Händen

Vorderseite, links: noch zu haben

 

T wie Tasche

Wohin mit den wichtigsten Utensilien wie Lippenstift, Handy und Autoschlüssel im Dirndl? Erstens hat jedes Dirndl eine eingearbeitete Tasche an der Seite. Ergänzend dazu empfiehlt sich eine kleine elegante Clutch oder ein praktisches Trachtentäschchen in z. B. in Bustierform. Rucksäcke gehören auf den Schulhof und Taschen mit Querriemen zerstören leider die Optik.

 

U wie Ursprung

Im 19. Jahrhundert war das Dirndl ein Arbeitsgewand junger Mägde. Die speziellen Muster entstanden vermutlich durch Stoffresteverwertung. An der schützenden Schürze ließen sich prima die Hände abwischen und das Mieder konnte, wenn es denn zu eng wurde, einfach mit einem Stück Stoff erweitert werden. Als Städterinnen in die Sommerfrische reisten, fanden sie Gefallen am bunten Materialmix. Entsprechend aufgemotzt wurde das Dirndl plötzlich schick und trat seinen Siegeszug in alle Welt an. Der Dirndl-Look sorgt vor allem in den letzten Jahren für immer mehr Furore.

 

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Natürlich gibt es auch Stilsünden, bei denen man sich fragt: Muss das ein? Darum wäre es schön, wenn wenigsten die schlimmsten Entgleisungen ein Ende finden würden. Dazu gehören auf jeden Fall: Totenköpfe, Ultra-Mini-Dirndl, Neonfarben, Trash-Materialien und völlig entgleister Alpen-Glam ebenso wie Frauen in Leder-Hot Pans, mit Häschen-Ohren oder Abzieh-Tattoo auf den Brüsten.

 

W wie Wandlungsfähigkeit

Obwohl in der Silhouette immer gleich, die schmale Taille wie die Brust betonend, so hat sich das Dirndl im Laufe der Jahrhunderte gewaltig verändert. Vom robusten Freizeitgewand bis hin zum prunkvoll-exaltierten Edel-Dirndl á la Lola Paltinger – das Dirndl hat eine phänomenale Karriere hingelegt und ist damit der stoffgewordene Beweis für die Worte Gustav Mahlers: „Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.“

 

X wie XS bis XL

Ein Dirndl steht wahrlich jeder Frau, gleich welche Konfektionsgröße sie trägt. Speziell wenn genügend Rundungen vorhanden sind, um auch das Dekolleté schön auszufüllen. Wem die Rundungen fehlen, der darf nach Herzenslust schummeln und pushen. Die einen schummeln hin, die anderen weg. Aber alle sehen zauberhaft aus. Ein Hoch auf die Weiblichkeit!

 

Y wie Y-Chromosom

Den Trägern eines Y-Chromosoms geht für gewöhnlich das Herz auf, wenn er eine Frau im Dirndl sieht. Und was Männern so gefällt, das genießt Frau ebenfalls. Denn ein Dirndl zieht die Blicke auf die besten Seiten einer und lässt eventuelle  Problemzonen unterm geschnürten Mieder und sich bauschenden Röcken verschwinden.

 

Z wie Zopf

Welche Haartracht gehört zum Dirndl? Ein Zopf, ein Knoten oder gar ein aufwendiges Flechtwerk? Hübsch macht sich natürlich immer eine raffinierte Zopffrisur. Sie erinnert mit lieblichem Touch an die gute alte Zeit. Doch auch hier gilt die Regel: Erlaubt ist was gefällt und was die eigene Haarpracht hergibt.

 

 

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